Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich glaube an Schicksal und nicht nur das: Ich glaube, dass alles einen größeren Zusammenhang hat.

Ich hab vor eiRose mit Wassertropfennem Jahr Lilacture auf Blogger.com als kleinen Beauty Blog gestartet und ich gebe zu – recht schnell die Lust daran verloren.

Ich selbst bin ein Fan davon, Produkte vor einem Kauf zu googlen und mir die Erfahrungen- positiv wie negativ- von Käufern durchzulesen. Und ja, es beeinflusst meine Entscheidung, ob ich etwas kaufe oder nicht. Natürlich spreche ich mich nicht davon frei, dass ich durch eine Drogerie oder Parfümerie stöbere und mich ein Produkt spontan neugierig macht. Ich habe in den letzten Monaten viele Produkte einfach ausprobiert, einen Beitrag dazu aber auf Grund der Schreib-Demotiviation nicht veröffentlicht. Vor Kurzem hat es mich aber wieder gepackt.

Ich wollte aber nicht mehr auf Blogger schreiben, sondern mein eigenes Ding machen. Das sind hochgesteckte Ziele, wenn man wirklich mal überhaupt keine Ahnung von Webhosting, PHP, CSS und dem ganzen Gedöns hat, welches man eigentlich benötigt, um selbst einen Blog zu hosten. Zum Glück ist WordPress relativ simpel zu bedienen. Nach vielen Stunden googlen und Erfahrungsberichte lesen, habe ich meine Domain registriert und meinen ersten Webspace gemietet. WordPress installiert und den Blog von Blogger in den neuen Blog importiert und hooray…. es lief! Ja es lief tatsächlich. Ich war selbst überrascht wie reibungslos die Installation funktioniert hat.

Und dann kam der Klick.

Ja ein Klick, um ein Plugin zu installieren. Ein Klick – Seite nicht mehr erreichbar. Skript-Fehler. Panik. Fail. Mist.

Im Error-Log offenbarte sich: htaccess ist nicht erlaubt. Und diese Datei hat sich anscheinend extrem tief in die Installation gegraben. Wie erwähnt ich habe doch keine Ahnung. Panik.

Ich habe versucht das Plugin, welches den Fehler verursacht hat, via Filezilla zu deinstallieren. Weiterhin Skriptfehler. Paaaanik.

Gut- wozu hast du schlaues Mädchen Backups erstellt. Backups sind wichtig. Gerade wenn man bastelt, damit kann man Fehler ungeschehen machen. Also: Blog platt gemacht, neuinstalliert, Backup eingespielt. Blog zerschossen. Paaaanik. Das Backup funzt nicht. Panik, Panik, Mist, Panik.

Ich bin ehrlich: Ich hab geflucht, ich hab ein bisschen geweint und wieder geflucht. Ich war verzweifelt und als mir bewusst wurde, dass ich im Übereifer meinen alten Blog von Blogger bereits gelöscht hatte – deprimiert. Und verärgert. Über mich selbst, über den Klick, über das nicht funktionierende Backup. Und ich habe wieder ein bisschen geweint.

Und dann bin ich spazieren gegangen. Ich genieße das Privileg am Meer zu wohnen. Und am Meer kann ich immer wunderbar den Kopf frei bekommen. Hatte dieser Klick vielleicht einen Sinn? Ich bin ehrlich zu mir und recht selbstreflektiert. Die Beauty-Artikel waren jetzt nicht die besten der Welt. Die Besucherzahlen stagnierten um etwa 5 pro Tag, wobei ich immerhin eine aktive Followerin habe (Grüße Schnatti ^-^).

Während ich also so spazieren ging, beschloss ich: Fängst du halt wieder von vorne an. Der Blog stand eh am Anfang, also nicht viel verloren.

Und dann fuhr ich mit der Bahn nach Hause und entdeckte zufällig einen Artikel über Fail Forward und es erstaunte mich mal wieder, wie sich alles fügt. Fail forward. Hab ich nicht grade selbst einen übelsten fail verursacht?

Das hatte ich noch nie gehört. Fail Forward ist, so meine Quintessenz, ein Weg einen Fail zu verwerten. Es beschreibt eine Art mit einem Rückschlag umzugehen und zwar nicht in dem man den Kopf in den Sand steckt und in Depression verfällt. Nein viel mehr geht es darum den Rückschlag zu analysieren und in einem weiteren Projekt nicht die gleichen Fehler wieder zu machen, sodass es besser wird.

Für den neuen Blog habe ich mir vorgenommen einiges zu ändern und in meinen Augen, besser zu machen. Vornehmlich möchte ich mich nicht mehr nur auf das Thema Beauty beschränken. Ich bin einfach nicht das typische Beauty-Mädel und die Beschränkung rein auf Beauty-Themen, hat mir recht schnell die Lust am Schreiben geraubt. Ich möchte schreiben worüber ich Lust habe, darüber was mir gerade in den Sinn kommt oder mich beschäftigt. Ich möchte bloggen um des bloggens Willen und nicht, weil ich unbedingt wieder der Welt erzählen muss, dass ich mir eine neue Tagescreme gekauft habe, nur um Content zu erzeugen.

Und in diesem Sinne:
Wenn du mal so richtig failst, darfst du traurig sein. Du darfst wütend sein und du darfst dich ärgern. Lass es raus, lebe deine Emotionen. Aber lass dich von einem Rückschlag nicht aufhalten. Geh erhobenen Kopfes aus einem Rückschlag hervor und versuch es wieder. Denn auch Rückschläge bringen dich nach vorn.

Fail Forward

Hab einen zauberhaften Tag.

Deine Lilacture